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Jahr2012

Bericht von der Wanderwoche in Rinchnach, Bayerischer Wald

 vom 28. Mai - 3. Juni 2006

Blick_vom_Hotel__ber_den_Bayerischen_Wald

Blick vom Hotel über den Bayerischen Wald

Bereits zum 8. Mal wurde vom 1.Vorsitzenden Harald Fritsche eine Wanderwoche organisiert. So trafen am Sonntag den 28. Mai die Fahrgemeinschaften im Haus am Berg in Rinchnach ein.

Die Teilnehmer:

Lenzkirch: Doris und Harald Fritsche mit Beagle Trixi, Käthe und Heinz Winter, Marianne Bannholzer, Hildegard Drescher, Annemarie Feser, Elisabeth Grüninger, Gertrud Heitz, Werner Helmle, Reinhard Rieger

Schluchsee: Resi und Alfred Ladisch

Berlin:  Wolfgang Schaida

Rheda Wiedenbrück: Margret Kappert.

Nachdem die Zimmer bezogen, und die Koffer ausgepackt waren, traf  man sich schon zur ersten Begrüßungsrunde auf der Gartenterrasse des Hotels in freudiger Erwartung der gemeinsamen Unternehmungen. Nach dem gemeinsam eingenommenen Abendessen saßen wir noch lange zusammen. Hierbei wurden natürlich viele Anekdoten von vergangenen Wanderwochen zum Besten gegeben, und unsere 3 Neueinsteiger: Wolfgang Schaida und das Ehepaar Ladisch bekamen gleich einen guten Eindruck von der fröhlichen Stimmung und der guten Freundschaft untereinander.


Der 1. Tag :   Von Buchenau nach Frauenau

Der Tag begann sehr gut, denn zum Frühstück gab es zunächst mal ein Glas Sekt, gespendet von Heinz Winter, der Heute seinen Geburtstag feierte. Dies ist schon der 3. Geburtstag welchen er in unserer Runde bei der Wanderwoche feiert, und schon fast Tradition. Danach trafen wir uns um 10 Uhr vor dem Hotel zur 1. Wanderung. 2 unserer Mitglieder können leider an keiner der Wanderungen teilnehmen, da Sie gesundheitlich angeschlagen sind. Das ist Doris Frische die vor 4 Wochen eine neue Hüfte bekommen hat, und Resi Ladisch, welche große Schwierigkeiten mit ihren Knie hat. Zunächst wurden von einem freundlichen Urlauber zur Erinnerung vor dem Hotel reichlich Gruppenfotos gemacht. Dann konnte es endlich losgehen. Mit Pkw fuhren wir nach Buchenau, vom dortigen Wanderparkplatz führte uns der Weg zunächst durch das Pommersbachtal ziemlich steil bergan, und wir entledigten uns bald der wärmendenAnoraks. Als wir auf dem Lindbergschachten ( einer Hochweide ) eine kurze Rast einlegten, hatten wir schon 350 Höhenmeter geschafft. Weiter ging es über einen schmalen Waldweg in gleicher Höhe durch den Wald. Plötzlich versperrte uns ein durch die starken Regenfälle der letzten Tage stark angestiegener Gebirgsbach den Weg. Das Überqueren dieses Baches war nicht einfach, wurde aber mit großem Hallo trotzdem geschafft.Nun wurde der Weg breiter, und führte immer entlang des Hirschbaches bergab. Die Schwierigkeit auf dieser Strecke waren die Wasserfluten auf dem Weg, und nach kurzer Zeit auch die Wasserfluten von oben. Bald erreichten wir die Trinkwassertalsperre Frauenau, an deren Ufer wir zur höchsten Staumauer Europas wanderten. Das wäre alles kein Problem gewesen, hätte uns nicht ein ziemlich breiter Bach mitten über dem Weg ein neues Hindernis bereitet. Balancierend über zwei schmale Baumstämme und mit Haralds Hilfe kamen wir auch über dieses Hindernis. Unterwegs hatten wir immer wieder schöne Ausblicke zur Talsperre. Über die Dammkrone ging es weiter bergab, bis wir schließlich am Schloss Buchenau vorbei nach 16 nassen Kilometern unseren Ausgangspunkt erreichten. Erschöpft, aber guter Stimmung trafen wir uns zum Abendessen und gingen bald ins Bett, denn am nächsten Tag hieß es früh aufstehen.


2. Tag :  Ausflug mit Stadtführung in Prag

Um 5:25 Uhr stand schon der Bus, welcher uns nach Prag bringen sollte, vor dem Hotel. Wer allerdings gedacht hatte auf der Strecke nach Prag den verkürzten Schlaf nachzuholen, hatte sich gründlich getäuscht. Unser Busfahrer Heinz verkürzten uns die Zeit nicht nur mit Erklärung der Sehenswürdigkeiten, sondern gab auch Auskunft über seine persönliche Weltanschauung. Um 10:15 nahmen wir unsre Stadtführerin Henriette auf, die uns ganztägig durch das schöne Prag führte. So bewunderten wir den Prager Berg Ratschin, den Altstadt-Ring, die Pariser Straße, das goldene Gässchen und die Kathedrale. Die größte Angst Henriettes war jemand zu verlieren, was wir aber trotzdem schafften, denn plötzlich fehlte Heinz. Nach kurzer Zeit kam Käthe aber mit ihrem Mann wieder zu uns. Heinz hatte lediglich einmal Rechtsabbiegen verpasst und war so klug an dieser Stelle zu warten bis wir Ihn vermissten. Prag ist eine sehr alte, wie Rom auf 7 Hügeln erbaute Stadt, die sehr viele Sehenswürdigkeiten bietet und mehr als Einen Besuch wert ist. Nachdem wir uns in einem für uns reservierten Lokal preiswert gestärkt hatten, ging die Tour weiter Über den Rathausplatz zur Karlsbrücke und zum Wenzelsplatz. Hier war die Führung zu Ende, und wir uns selbst überlassen. Vom Laufen hatten wir Alle genug, und so suchten verschiedene Gruppen entsprechende Entspannung bei Cappuccino oder einem Pilsener Bier. Wir hatten nun nur noch die Rückfahrt mit dem Bus vor uns, waren aber nicht schlecht erstaunt, als wir uns dem Pass auf dem Panzerberg näherten und von Weitem schon sahen, das dieser am 30. Mai schneebedeckt war. Gegen 21:00 Uhr erreichten wir das Hotel, wo uns noch eine gute Schinkenplatte erwartete.


3. Tag : Wanderung im Tal des schwarzen Regen

Die Heute anstehende Wanderung begann in Kötzting. Zunächst vorbei an einer Anzahl von Totenbrettern, wie sie  im Bayerischen Wald üblich sind, machten wir uns an den Anstieg zur Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. 500 Meter vor dem Ziel erwischte uns ein heftiger Hagelschauer. Nachdem wir ausgiebig die wirklich schöne Rokokokirche besichtigt und mehrere Kerzen geopfert hatten gingen wir weiter. Ob es an den Opferkerzen lag das das Wetter nun besser wurde??? Der Weg führte uns entlang des Weißen Regen zum Blaibacher  See, einem Stausee. Nun ging es immer weiter entlang des Schwarzen Regen bis zum Kraftwerk am Höllenstein. Unterwegs begegneten uns Spuren von Biebern, was Harald und Alfred  über das Biebervorkommen in Falkau und am Schluchsee berichten ließ. Am Parkplatz des Stausees fanden wir eine Einkehrmöglichkeit, die wir natürlich sofort nutzten. Es gab hier als Spezialität eine Original Königlich Bayerische Wandersuppe. Diese wurde im Nachthaferl serviert und schmeckte vorzüglich. Nachdem wir uns so gestärkt hatten ging der Weg weiter, zunächst eben, dann aber steil ansteigend. Auf diesem steilen Anstieg haben wohl Einige die Suppe verflucht. Zu allem Übel verwandelte sich der Weg dann auch noch in Schlamm und Matsch. Oben angekommen wurden wir aber mit einer schönen Aussicht zur Wallfahrtskirche belohnt, und zu den Autos war es dann auch nicht mehr so weit. Heute sind wir mal nicht Nass geworden. Nach dem Abendessen lud uns die Wirtin zum BINGO-Spiel ein. Das war ein großes Erfolg, gewann doch Annemarie einen Piccolo und Harald den Geldpreis von 19 €. Später am Abend war noch ein Treffen in Zimmer 4 bei Magret und Elisabeth, wo wir nach der Zimmerbesichtigung den Tag mit einem Gläschen Hochprozentigem ausklingen ließen.


4. Tag : Dörfewanderung

Heute sollte eigentlich als Höhepunkt der Wanderwoche eine Wanderung am Großen Arber unternommen werden. Als wir aber am Frühstückstisch außer Wolken und Regenschauern nichts sehen konnten, überredete uns Harald zu einer Wanderung im Umkreis von Rinchnach. So fuhren wir zunächst in den Ortskern von Rinchnach wo wir die Autos parkten und uns in der Kurverwaltung mit einem Schnäpschen stärkten. Rinchnach wurde 1011 vom Benediktinermönch Gunter gegründet. Ihm ist auch die Wunderschöne Kirche gewidmet, welche wir zu Beginn der Wanderung besichtigten. Obwohl auch hier einige Kerzen angezündet wurden, regnete es aber doch weiter. So machten wir ins eben unverdrossen bei Regen auf den Weg. Zunächst ging es auf Asphaltsträßchen leicht bergan, wobei wir wenigstens keine dreckigen Schuhe bekamen. Das änderte sich aber bald und wir gingen wieder durch nasse Wiesen und über schlammige Wege. Als sich der Himmel plötzlich aufklarte legten wir eine kurze Rast ein. Unsere Hoffnung auf besseres Wetter wurde allerdings enttäuscht, wurden wir doch von einem heftigen Schauer, der sich auch noch mit Wind von der Seite verbunden hatte, zum Unterstellen gezwungen. Nachdem der Schauer sich einigermaßen beruhigt hatte, setzten wir die Wanderung fort und erreichten über Kapfham - Hönigsgrub - Kandlbach - Voggenried - Widdersdorf und Schönanger unseren Ausgangspunkt. Hier stärkten wir uns erstmal im Rinchnacher-Hof, bevor wir zum Hotel zurückkehrten. Nach dem Abendessen luden uns Hildegard und Gertrud zu einem kleinen Umtrunk, den wir aber bei Doris und Harald im Zimmer durchführten, damit keine anderen Gäste gestört wurden.


5. Tag : Kühbergwanderung

Am heutigen Tag wollen wir die Woche mit einem weniger anstrengenden Programm ausklingen lassen. Am Vormittag unternahmen wir deshalb vom Hotel aus eine Wanderung über den Kühberg und Zimmerau zurück nach Oberasberg. Der heftige Anstieg von 200 Höhenmetern machte einigen Wanderern doch ganz schön zu schaffen. Wir waren nach 2 1/2 Std. wieder zurück im Hotel, wo wir unsere Anstrengung vom Vormittag bei einem deftigen Weißwurstessen schnell wieder vergessen hatten. Nach dem Essen zu neuen Taten bereit fuhren wir gemeinsam nach Bodenmais und besichtigten eine Glashütte. Von der Produktion bekamen wir nichts zu sehen, es waren nur drei Glasbläser mit der Herstellung verschiedener Kunstgegenstände beschäftigt und konnten wie in einem Zoo besichtigt werden. Die Hauptsache war wohl die riesige Ausstellung, wo man alles erwerben konnte was aus Glas herzustellen ist. Nach dem Abendessen saßen wir noch lange zusammen. Käte bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei Harald mit einer großen Vase für die Organisation und Durchführung der Wanderwoche. Harald bedankte sich bei den Teilnehmern für ihr Durchhaltevermögen und die Bereitschaft auch bei diesen widrigen Bedingungen mit zu wandern.

Zum guten Schluss waren sich Alle einig, das diese Wanderwoche die nasseste war, trotzdem schön war, und die Stimmung an allen Tagen ungetrübt und fröhlich war.


6. Tag : Heimreise

Wie üblich trafen wir uns zum Frühstück gegen 8:00 Uhr, und nachdem sich Alle nochmal gestärkt hatten hieß es Abschied nehmen, und nach guten Wünschen in alle Richtungen traten die Fahrgemeinschaften die Heimreise an. Es sind alle Teilnehmer gut nach Hause gekommen, und seit wir wieder daheim sind scheint auch in ganz Deutschland wieder die Sonne.


Harald Fritsche

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