Schwarzwaldvereins-Advent
Das Ende eines arbeitsreichen Jubilumsjahres
– Eifrige Wanderer wurden geehrt -
Die Wandersaison ist endgültig vorüber, Schnee und Kälte sind eingezogen. So wurden schon vor einigen Wochen die Stiefel bei herbstlichem Wetter zum letzten Mal für die Abschluss -Wanderung und den anschließenden, wärmenden Hock geschnürt. Viele Kilometer haben die eifrigsten Wanderer in der heimischen Region und in den Vogesen wieder zurückgelegt. Nun endete für die Ortsgruppe des Schwarzwaldvereines mit dem schon traditionellen adventlichen Familienabend das aktive Vereinsjahr. Die beliebte Veranstaltung lockte wieder gut ein halbes Hundert Schwarzwaldvereinsfreunde in den vorweihnachtlich geschmückten Saal des Kurhauses.
Der heiter-besinnliche Nachmittag fördert zum einen das Zusammengehörigkeitsgefühl der Vereinsmitglieder, zum anderen ist es immer ein Anlass auf die Aktivitäten des Vereinsjahres zurückzublicken. Für die Lenzkircher Ortsgruppe war es ein arbeitsintensives und erlebnisreiches Jahr, das den Verantwortlichen kaum Verschnaufpausen gönnte. Wege in der Haslachschlucht mussten wieder saniert werden, ein Steg wurde erneuert und zerstörte Wegkreuze mussten wieder hergerichtet werden. An der Franzosenschmiede in Kappel wurde eine neue Infotafel aufgestellt. Die größte Herausforderung kam dann im Herbst, mit dem Bau der neuen Haslachbrücke. Diese Maßnahme verschlang knapp 30000 Euro und konnte nur durch die großzügige Unterstützung aus Mitteln des Naturparks Südschwarzwald durchgeführt werden. Die alte Brücke am Beginn der Wutachschlucht war so morsch, dass diese kostspielige Neukonstruktion notwendig geworden war, die im Oktober dann der Öffenlichkeit übergeben werden konnte. – Doch neben der Arbeit stand in diesem Jahr auch das Vergnügen. Denn als eine der ältesten Ortsgruppen überhaupt, feierte man im Frühjahr ein seltenes Jubiläum. Fast auf den Tag genau 125 Jahre nach der Gründung fand in der Lenzkircher Festhalle die große Geburtstagsfeier statt. Sogar 30 französische Gäste vom Vogesenclub in Dambach la Ville waren eigens angereist.
Doch neben der vielen Arbeit wurde, wie es sich im Schwarzwaldverein gehört, in den zurückliegenden acht Monaten auch wieder viel gewandert. Zieht man die Statistik heran, so kamen mehrere hundert Kilometer zusammen. Einige Wanderfreunde nahmen an zehn und mehr Wanderungen teil, sie werden dafür im Rahmen des Familienabends mit den begehrten Ehrennadeln ausgezeichnet. Wanderwart Mathias Klott konnte die bronzene Nadel Johanna Mangasser überreichen, Gold erhielt Reinhard Rieger. Von 22 angebotenen Wanderungen war er 20 Mal mit von der Partie. Außerdem sind die neuen Touren für das Wanderjahr 2009 bereits ausgearbeitet, der Wanderplan ist schon in Vorbereitung.
Der adventliche Nachmittag ist auch immer als kleine Belohnung für alle gedacht, die im Verein in irgendeiner Weise mitarbeiten. Neben der offiziellen Ehrung der fleißigsten Wanderer gibt es deshalb auch ein kleines, vorweihnachtliches Unterhaltungsprogramm. So freuten sich alle über die heiteren Schwarzwälder Erzählungen von Paul Richter, der sogar sein ‚Handörgele mitgebracht hatte, über ein unterhaltsames Gewinnspiel, das Jutta Frey gewann und den Diavortrag von Hans Joachim Winterhalder, der eine Zeitreise durch die Wutachschlucht beschrieb. Für abwechslungsreiche musikalische Unterhaltung sorgte die gesamte Schellbach-Familie. Vorsitzender Harald Fritsche moderierte die Veranstaltung, bei der auch alle einen traditionellen ‚Weckenmann’ mit nach Hause nehmen durften.

Die begehrten Wandernadeln konnte Matthias Klott (rechts) an Johanna Mangasser (Bronze) und Reinhard Rieger (Gold) überreichen.
Manfred-G. Haderer, Fachwart für Öffentlichkeitsarbeit
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